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Schweizermeister im Tischtennis bringt Vollzeit-Berufsmaturität und Spitzensport unter einen Hut

15. Mai 2018

Elia Schmid, Schweizermeister Tischtennis 2018

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Elia Schmid besucht die Berufsmaturitätsschule am INFORAMA Rütti in Zollikofen. Er hat sich für die Ausrichtung Gesundheit und Soziales «Soziale Arbeit» entschieden und absolviert diesen Lehrgang als Vollzeitschüler während einem Jahr. Nebenbei ist er sehr erfolgreicher Tisch-tennisspieler. Er ist im aktuellen Schweizer Ranking die Nummer 2 und hat dies mit dem Gewinn des Schweizermeistertitels eindrücklich bewiesen. Aber mehr dazu gleich von ihm selbst.

Das Interview führte Kevin Koch, Lehrer für Wirtschaft und Recht an der Berufsmaturitätsschule des INFORAMA in Zollikofen

Elia Schmid vor einigen Wochen sind Sie Schweizermeister im Tischtennis geworden. Herzliche Gratulation!
Elia Schmid: Herzlichen Dank! Es war wirklich ein fantastisches Wochenende und es stimmte einfach alles von A-Z. Hocherfreut konnte ich zum zweiten Mal nach 2014 den Pokal in die Höhe stemmen.
Konnten Sie diesen Erfolg gebührend feiern?
Elia Schmid: Ja. Ich habe den Titel zusammen mit meinem Trainer und meinen Eltern gefeiert. Eine Woche später gab es dann eine Party mit Freunden.
Haben Sie diesen Erfolg erwartet?
Elia Schmid: Mein Ziel war klar: Ich strebte den Schweizermeistertitel an. Ich fühlte mich gut vor dem Turnier und auch meine Form stimmte. In der NLA gewann ich zu diesem Zeitpunkt 80% meiner Spiele im Dress des Tischtennisclubs Kloten. In dieser Liga spielen praktisch aus-schliesslich eingekaufte Ausländer. Somit konnte ich mit breiter Brust an die Schweizermeister-schaften (SM) reisen. Trotzdem konnte der Titel nicht unbedingt erwartet werden, da die Kon-kurrenz gross ist. Von über 6'000 lizenzierten Schweizer Spielern qualifizieren sich die Besten 64 für die Schweizermeisterschaft. Da muss am Tag X alles stimmen, umso mehr weil das Turnier zwei Tage dauert.
Wie viele Stunden investieren Sie pro Woche ins Tischtennis?
Elia Schmid: Als ich das Sport-KV absolviert habe, trainierte ich pro Woche etwa 22 Stunden. Davon 17 Stunden am Tischtennistisch und 5 Stunden Kondition. Damals war ich sehr häufig mit der Herren-Nationalmannschaft im Ausland unterwegs und habe die Schweiz an Welt- und Europameisterschaften vertreten. Auch an der Jugend-Olympiade im chinesischen Nanjing konnte ich 2014 antreten. Vor 60'000 Leuten ins Stadion einzulaufen bei der Eröffnungszere-monie war ganz speziell und das werde ich nie mehr vergessen. Seit ich die BMS Vollzeit be-gonnen habe, sind es noch etwa 8 Stunden am Tisch und 3 Stunden Konditionstraining pro Woche. Dazu kommen die NLA-Meisterschaftsspiele an den Wochenenden. Mehr Zeit habe ich nicht.
Mussten Sie Ihren Alltag anpassen, damit Sie Schule und Leistungssport unter einen Hut bringen können?
Elia Schmid: Ja, mein Alltag ist mit deutlich weniger Trainings gefüllt, dafür aber mit mehr Lernstunden für die Schule. Ich habe mir diesen Entscheid jedoch gut überlegt und ich wusste, dass sich mein Tagesablauf in diese Richtung verändern wird.
Inwiefern beeinflusst die BMS Ihre sportliche Weiterentwicklung und Ihren Erfolg?
Elia Schmid: Die BMS beeinflusst das Trainingspensum beträchtlich aber erfreulicherweise gab es noch keine sportlichen Leistungseinbussen zu verzeichnen. Mit dem Entscheid für den Besuch der Vollzeit-BMS, gab ich der Ausbildung gegenüber dem Sport den Vorrang. Ich nehme mir genügend Zeit fürs Lernen und dadurch beeinflusst der Sport die schulische Leistung kaum. Jedoch ist mir mein Sport und meine Freizeit sehr wichtig und ich brauche nicht schulische Bestnoten, das ist mir der Aufwand nicht wert.
Inwiefern unterstützt Sie Ihr Umfeld für Schule und Sport?
Elia Schmid: Meine Eltern unterstützen mich seit dem ich im Alter von 5 Jahren auf einem Stuhl stehend (ich konnte noch nicht über die Tischplatte sehen) mit dem Tischtennis angefangen habe – sowohl für die sportliche als auch die schulische Tätigkeit. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
Gab es auch kritische Stimmen, die Ihnen von der Vollzeit-BMS abgeraten haben und wenn ja, warum?
Elia Schmid: In der Tat gab es viele kritische Stimmen von Mitspielern und auch dem Nationaltrainer. Sie wollten, dass ich weitermache, die Top 100 erreiche und somit Profi werde. Doch ich hatte einfach nicht mehr die Motivation dazu, wöchentlich so hart zu trainieren. Es war kein Kurzschlussentscheid.
Weshalb haben Sie sich für die BMS-Vollzeit bei uns am INFORAMA Rütti in Zollikofen entschieden?
Elia Schmid: Ich habe mich für die BMS-Vollzeit entschieden, weil ich vorher das Sport-KV (Dauer: 4 Jahre, bei 50% Anstellungsgrad) gemacht habe. Dabei habe ich nebst Schule und Arbeit mehr Zeit fürs Training gehabt. Nach der Ausbildung dachte ich mir: Wenn ich schon nicht Profi werde, dann möchte ich dafür so schnell wie möglich die Berufsmatura erlangen. Am INFORAMA haben mich die Fächer am meisten angesprochen, insbesondere die Sozialwissenschaften.
Nehmen wir an, dass wir die Zeit um 1 Jahr zurückdrehen könnten: Würden Sie wieder gleich entscheiden und wiederum die BMS-Vollzeit am INFORAMA Rütti besuchen? Was würden Sie allenfalls anders machen?
Elia Schmid: Ich würde nichts anders machen. Ich finde es ein spannendes, intensives Jahr in einer super Klasse.
Was zeichnet das INFORAMA aus?
Elia Schmid: Das INFORAMA ist gut organisiert: Wir wissen immer genau, wann die Prüfungen stattfinden. Das ist sehr wertvoll für die Planung. Des Weiteren werden wir gut auf ein Fach-hochschulstudium vorbereitet, indem uns die Lehrkräfte immer wieder wertvolle Tipps für später geben. Die Fächer werden spannend unterrichtet.
Auch den Standort mag ich sehr: es ist sehr grün und das Bergpanorama so schön.
Zudem konnte ich in dieser kurzen Zeit viele gute Freundschaften knüpfen.
Was sind Ihre nächsten Ziele aus schulischer und sportlicher Sicht?
Elia Schmid: Schulisch: Das Bestehen der BMP. Sportlich: In der neuen Saison (ab September 2018) möchte ich mit Wil den Team-Schweizermeistertitel holen.
Was sind Ihre Pläne für die Sommerferien?
Elia Schmid: Ich plane sicherlich 1 oder 2 Wochen Ferien mit meinen Freunden, irgendwo wo es schön warm ist!
Besten Dank für den Austausch! Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg im BMS-Schlussspurt sowie im Sport!

Interview: Kevin Koch, Lehrer BM INFORAMA Zollikofen Wirtschaft und Recht 

Elia Schmid während der Schweizermeisterschaft 2018 Tischtennis

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